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Was ist das myelodysplastische Syndrom (MDS)?

Das MDS ist eine Gruppe seltener Bluterkrankungen. Die Ursache sind im Laufe des Lebens erworbene genetische Veränderungen der blutbildenden Zellen im Knochenmark.

Bei Patienten, die an einem myelodysplastischen Syndrom (MDS) leiden, kann das Knochenmark nicht mehr genügend gesunde Blutzellen bilden. Viele Blutzellen bleiben unreif, sind verformt oder werden in zu geringer Anzahl an das Blut abgegeben. Die Folgen sind ein Mangel an gesunden Blutzellen. Der Mangel verursacht die Krankheitssymptome.

Das MDS ist vielgestaltig in der Ausprägung und dem Krankheitsverlauf, von eher gutmütigen bis hin zu sehr aggressiven Verläufen. Die Erkrankungen verlaufen sehr unterschiedlich. Glücklicherweise gibt es heute schon viele gute Behandlungsmöglichkeiten. Sie haben sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert.

Überblick und Hilfe
Dieser Internetauftritt gibt Ihnen einen einfachen und schnellen Überblick über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten. Ein Patient, eine Angehörige und ein Arzt begleiten Sie auf den Seiten und berichten von ihren Erfahrungen mit MDS.


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MDS kann in jedem Alter auftreten. Betroffen sind aber vor allem Patienten über 60 Jahren. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen.


Schon der Name sagt es

Das Problem liegt im Knochenmark:
Myelo – eine griechische Vorsilbe – bedeutet Mark.
Dysplasie bezeichnet eine Fehlbildung.

Myelodysplasie heißt also, dass Form und Aussehen der reifen Blutzellen im Knochenmark verändert sind.

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In Deutschland erkranken jährlich 4-5 von 100.000 Personen an MDS, bei den über 70-Jährigen sind es sogar über 30 Personen.

Habe ich womöglich MDS?

Jürgen Schmidt, 67 Jahre, MDS-Patient
Am schwierigsten war für mich, die Ungewissheit auszuhalten, bis eine klare Diagnose vorlag. MDS ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Was habe ich, was bedeutet das? So ein Verdacht ist der Hammer. Und man hört „unheilbare Erkrankung“, eine  Art Blutkrebs usw. und hat gleich die schlimmsten Befürchtungen.


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Dr. med. Katja Sockel, Hämatologin
Jeder Patient ist anders. Ich sehe als Arzt meine Aufgabe darin, die Diagnose verständlich rüberzubringen, z. B. auch mal was aufzumalen und geduldig zu erklären. Wo steht der Patient jetzt? Das ist wichtig.